ASM

In der letzten ASM bereits kurz angerissen, nun in der endgültigen Version verfügbar: Marc Rosochas Shoot 'em-up "Wings of Death" ist endgültig fertig. "Wings of Death" ist ein vertikal scrollendes Ballerspiel, wie es die ST-Fans auf ihren Rechnern bisher noch nicht gesehen haben, eine Mischung aus Science-Fiction- und Fantasy-Schießerei. Eine Kombination aus "Gunhed" und "Dragon Spirit". Die Backgrounds stammen aus dem Fantasybereich, die Waffen hingegen sehen recht futuristisch aus. Die Programmierung ist reinste "Knochenarbeit", ausgeführt von Marc Rosocha. Er nutzt den ST bis aufs Letzte aus. Das gesamte Spiel läuft mit 20 Bildern pro Sekunde ab. Über 90 (!) große, farbige Sprites sind zeitweise auf dem Bildschirm zu sehen. Während des Spiels sind programmierte Sounds (Jochen Hippel) gepaart mit Digi-Effekten und - man höre und staune - Sprachausgabe zu hören. Wahnsinn! Fünf verschiedene Extraweapons (jeweils fünffach ausbaubar) helfen beim Abknallen der unendlich vielen Gegner. Von riesigen Adlern bis ekligen Käfern hat Grafiker Erik Simon (Hauptgrafiker) so ziemlich alles, was es an fiesen Teilen gibt, eingebaut. WoD ist übrigens eines der wenigen Spiele, das den STE richtig ausnutzt. Leider ist WoD Marc Rosochas letztes Thalion-Werk. Nach Veröffentlichung dieses Megateiles wird er sich freiberuflich "durchkämpfen". Achtet auf ECLIPSE, sein eigenes Label, unter dem auch WoD erscheinen wird. WoD ist mit Abstand das allerbeste ST-Shoot 'em-up. Jeder ST-User sollte sich das Ding schnellstens kaufen!

Torsten Oppermann

ASM (Amiga-Konvertierung)

Alle Amigos und Amigas können sich freuen, ECLIPSE hat nämlich "Wings of Death" für den Amiga umgesetzt. Die in Gütersloh ansässige Firma Thalion "schmeisst" das Teil ab sofort in rauhen Mengen auf den Markt. Für lockere 85 Mark seid Ihr dabei. Eure fantasiemäßige Shoot 'em-up-Reise führt Euch durch sieben verschiedene Level mit reichlich "Innenleben". Massig Sprites tummeln sich auf dem Screen (bis zu 95). "Große, animierte Endmonster je Level" und "fünfzehn verschiedene Bonusse" verspricht die Anleitung. Auf gut Deutsch soll das wohl heißen, dass WoD in jedem Level übergroße Endgegner bietet und 15 verschiedene Boni enthält. Gelogen hat der Verfasser des Textes allerdings nicht. WoD bietet nun auch auf dem Amiga jede Menge tolle Sachen: Digi-Speech, tolles Gameplay, hervorragende Grafiken und mehr. Nur bei der Musik gibts Punktabzug, da kann man mehr aus dem Amiga-Soundchip herauskitzeln. Ansonsten ist nix zu bemängeln. Trotz der vielen Sprites läuft WoD mit 20 Bildern pro Sekunde und ist damit das erste Amiga-Game, das auf 60 Hz läuft. Ein echt hitverdächtiges Spiel, das mit Sicherheit eines der besseren Programme seines Genres ist.

Torsten Oppermann

Power Play

Was braucht der Actionspieler zum Glück? Erlesene Extrawaffen, reichhaltige Gegnerformationen und viel Tempo. Mit all jenen Elementen ist Thalions neues Ballerspiel "Wings of Death" reichhaltig ausgestattet. Bei diesem sichtlich vom Spielautomaten "Dragon Spirit" inspirierten Vertikal-Scroller steuert Ihr einen Vogel, der sich seinen Weg durch sieben Fantasywelten schießt. Die ersten beiden Levels verlaufen noch recht gemütlich, doch ab der dritten Stufe wirds ernsthaft hektisch. Am Ende jedes Levels wartet der unvermeidliche Obergegner, der mit einer speziellen Taktik ausgeschaltet werden muss. So manches Gegner-Sprite hinterlässt eine Extrakapsel. Am wichtigsten sind die Waffen, von denen es fünf Grundtypen gibt. Die Standardkanone feuert dreieckige Geschosse ab, durch Umrüstextras kommt Ihr zu einem starren, aber durchschlagkräftigen Laserstrahl, einer Kanone, die ballongroße Kaliber verschießt, einem Streuschuss, der beim Aufprall ein paar Splitter in die Landschaft jagt, sowie einem feurigen Flammenpuster. Jede dieser fünf Waffen könnt Ihr je fünfmal verbessern, indem Ihr wiederholt das entsprechende Extrasymbol schnappt. In fast jedem Level gibt es eine Art Idealwaffe; bei all dem Geballer darf eine Prise Spieltaktik nicht fehlen. Des Weiteren im umfangreichen Extraangebot: Bonuspunkte (die Score rutscht rauf), Extraleben (könnt Ihr gut gebrauchen), Herzchen (setzen die Schadensanzeige auf Null zurück),"A"s (sorgen für Autofeuer), Satelliten (umkreisen Euren Vogel und stürzen sich auf Gegner), Flügel (sorgen für mehr Tempo), Schutzschilder (heiss begehrt an kritischen Stellen) und Smart Bombs (putzen traditionell alles weg, was sich gerade auf dem Bildschirm tummelt). Hütet Euch aber vor dem gemeinen Totenkopf: Sammelt man ihn ein, wird Euer Waffentyp auf Stufe 1 herabgesetzt und alle anderen Extras verlieren ihre Wirkung.

Programmierer Marc Rosocha scheint ein paar gute Videospiele aufmerksam studiert zu haben. In "Wings of Death" findet man Spurenelemente von PC Engine-Klassikern wie "Dragon Spirit", "Tiger Heli" und "Gunhed", ohne dass es dem Programm dadurch an Eigenständigkeit mangelt. Ich hätte nicht geglaubt, dass ein ST so viele Sprites, sanftes Scrolling, Action, Digi-Musik und Sprachausgabe auf einmal verkraftet, ohne dass seine CPU schmilzt. Der Schwierigkeitsgrad ist happig, doch dank vier "Continues" kommt so schnell kein Frust auf. Bei "Wings of Death" fliegen die Fetzen mit Überschall; so manche müde Automatenumsetzung für Computer darf sich an diesem Action-Feuerwerk mehrere Scheiben abschneiden.


Wow! Die Masse an Sprites, die sich bei "Wings of Death" auf dem Bildschirm tummelt, ist schon fast rekordverdächtig. Was dem verwöhnten Ballerfreund hier an Action geboten wird, bringt den Adrenalinhaushalt völlig durcheinander und strapaziert den Feuerknopfmuskel. Massenweise Extrawaffen, ausgeklügelte Gegnerformationen, Bilderbuchgrafik sowie spitzen Soundeffekte und Musik findet man auf dem ST nicht alle Tage. Warum gibts kein "Einser-Gesicht"? Ganz einfach: Ab dem dritten Level wird mir "Wings of Death" eine Spur zu hektisch. Außerdem kann man teilweise die eigenen Schüsse von denen der Gegner kaum unterscheiden. Ansonsten ist "Wings of Death" das beste Actionspiel, das 1990 für den ST erschienen ist.

 

Unterstützung von Hardware-Erweiterungen

 

Power Play (Amiga-Konvertierung)

Jetzt dürfen auch Amiga-Besitzer mit "Wings of Death" ihren Dauerfeuerdaumenmuskel tüchtig beanspruchen. Die furiose Ballerei unterscheidet sich kaum von der Atari ST-Fassung. Und gerade das ist mir etwas unverständlich. Ein etwas zügigeres Scrolling und vor allem einen viel besseren Sound hätte man den Todesschwingen auf dem Amiga durchaus verpassen können. Ansonsten bleibt "Wings of Death" ein sehr gutes Actionspiel.

mh

Power Play Sonderheft 2

Alle Sprites fliegen hoooch: Mit fünf flugtüchtigen Viechern kämpft Ihr Euch durch sieben harte Action-Levels.

Sagyr ist ein netter Magier, die Hexe Xandrilia hingegen ein fieser Knochen. Wie es in den fantasylastigen Hintergrundgeschichten von Computerspielen durchaus Brauch und Sitte ist, verwandelt der Böse den Guten in eine unansehnliche Kreatur, lacht sich ins Fäustchen und verdrückt sich schleunigst. In der Gestalt eines Insekts wird der arme Sagyr des Lebens nicht mehr froh, doch um den Fluch zu brechen, muss er sich mit der üblen Xandrilia anlegen. Die gibt sich aber nur die Ehre, wenn man sich durch sieben ihrer monsterhaltigen Welten ballert. Allein die Namen dieser Dimensionen des Dauerfeuers verheißen Spannungsschauer satt: Wer z.B. "Das kalte Land des Verhängnisses und der Verzweiflung" gesehen hat, den kann kein Abenteuerurlaub mehr schrecken.

"Wings of Death" ist ein vertikal scrollendes Ballerspiel von hohem Reinheitsgrad: Viele Extras und noch mehr Gegner säumen Euren Weg. Neben dem permanenten Abschießen solltet Ihr vor allem darauf achten, fleißig Verwandlungskapseln einzusacken. Sagyr kann sich vom Insekt in eine Fledermaus, einen Adler, einen Drachen und einen Gryphon (und wieder zurück) verwandeln. Jedes Flattervieh ist mit einem anderen Waffentyp ausgestattet, der in je fünf Stufen ausgebaut werden kann. Weitere Extrasymbole, nach denen man Ausschau halten sollte: Bonuspunkte (der Score rutscht rauf), Extraleben (könnt Ihr gut gebrauchen), Herzchen (setzen die Schadensanzeige auf Null zurück), "A"s (sorgen für Dauerfeuer), Zerstörer und Jäger (umkreisen Sagyr und stürzen sich auf dessen Gegner), Flügel (sorgen für mehr Tempo), Schutzschilder (heiß begehrt an kritischen Stellen) und die Vernichtungsbombe (putzt alles weg, was sich gerade auf dem Bildschirm tummelt). Hütet Euch aber vor dem gemeinen Totenkopf: Sammelt man ihn ein, wird Euer Waffentyp auf Stufe 1 herabgesetzt. Nachdem alle Eure Leben von der feindlichen Sprite-Armada dahingemeuchelt wurden, dürft Ihr dreimal mit "Continue" im gleichen Level weiterspielen. Technisch Ungewöhnliches offenbart die Atari-Version: Sie nutzt als eines der wenigen Profispiele die verbesserten Hardware-Fähigkeiten des STE aus. Der Unterschied ist nicht weltbewegend, aber sicht- und hörbar.


Power Tipps

Gegen Ende des ersten Levels könnt Ihr den Adlerkraftstrahl als Waffe aufsammeln, mit dem der Obergegner in Sekundenschnelle geröstet wird. Es empfiehlt sich, diese Waffe im zweiten Level zu behalten; hier kann sie auch weiter ausgebaut werden.


Hoppla, hier hat sich jemand aber Mühe gegeben, das Genre "vertikal scrollendes Ballerspiel" hemmungslos auszureizen. Ein so üppiges Aufgebot an klug plazierten Extras findet man nicht alle Tage; auch Grafik und Sound geben sich keine Blöße. Wings of Death ist ein Ballerspiel zum Festbeißen, zum Freuen ("Stirb, Du böser Obergegner!") und Verzweifeln (Schrapp, das war das letzte Leben). Zartbesaiteten Naturen könnte es womöglich ein bisschen zuviel des Guten sein: Ab dem dritten Level wird es ernsthaft hektisch. Wer Sprite-Versammlungen in unübersichtlichem Maße nicht fürchtet, sollte unbedingt eine Runde mit diesem grundsoliden Actionspiel riskieren.

hl

Amiga Special 12/90

Bei Thalion gibt es mal wieder etwas neues: "Wings of Death" für den AMIGA heißt das Programm! Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um ein Ballerspiel.

Zuerst einmal die Vorgeschichte: Vor langer Zeit, als der Zauberer Sagyr sein Schloss betrat, dachte er nicht daran, dass die Hexe Xandrilia ihre Drohung, ihn eines Tages zu vernichten, so schnell in die Tat umsetzen würde. Nachdem er die Pforte hinter sich geschlossen hatte, packte ihn das blanke Grauen! Diese ewige Widersacherin hatte sein gesamtes Schloss in einen Ort des Bösen verwandelt und nicht zuletzt auch ihn (Sagyr) nicht von ihrem Fluch verschont. Ein Blick in den Spiegel ließ unseren Zaubermeister erschauern. Nicht mehr er selbst war dort zu sehen sondern eine ganz normale Fledermaus! Sie hatte es also tatsächlich geschafft, ihn in ein ganz gewöhnliches Tier zu verwandeln. Doch gleichzeitig wuchs der Hass in Sagyr und er schwor, sich nicht eher geschlagen zu geben, bis er seine Gegnerin getötet und schließlich seine menschliche Gestalt zurückgewonnen hatte. Er breitete seine ledernen Flügel aus und flog mit den "Wings of Death" seinem Schicksal entgegen!

Nun, nach dieser stimmungsvollen Einleitung erwartet man auch entsprechende Action auf dem Bildschirm. Ich kann Euch versprechen, dass dabei niemand zu kurz kommen wird! Thalion hat mit "Wings of Death" einen echten Hammer abgeliefert, der auch die eingefleischtesten "Actionfreaks" zufriedenstellen muss. Kurzum - das Spiel hat meine Erwartungen mehr als erfüllt. Die Spiellandschaft sieht man aus dem Blickwinkel unseres fliegenden Sagyrs, also aus der Vogelperspektive.

Perfekte Animation

Es gibt insgesamt sieben verschiedene Level: Sagyrs Schloss, den Dschungel der Mutanten, den tödlichen Sumpf, das Sündenfeuer, das kalte Land des Verhängnisses und der Verzweiflung, die Welt der Kristalle und schließlich den großen Endkampf in Xandrilias Reich. Man hat zu Beginn insgesamt vier Leben und steuert erstmal ein riesiges Insekt über den Bildschirm. Die Grafik ist wirklich gut gelungen und setzt sich fort in einer tadellosen Animation. Bei jedem Wechsel der Gestalt Sagyrs (Fledermaus, Insekt, Adler, Drache und Gryphon) passt sich der Bewegungsablauf hundertprozentig dem neuen "Outfit" an. Die Objekte, die man beim Überflug wahrnimmt und über die man ruckelfrei hinweg gleitet, sind ausnahmslos detailliert und farbenfroh dargestellt. Die Programmierer haben die Hardwarefähigkeiten des AMIGA gut ausgenutzt! Die Steuerung erfolgt per Joystick und ist so exakt wie man sie sich bei einem so atemberaubenden Actionspiel nur wünschen kann. Man kann die Spielfigur in alle möglichen Richtungen bewegen und hat so immer eine Chance, den zahllosen Angriffen der Gegner auszuweichen. Hat man an bestimmten Stellen Gegner erledigt, hinterlassen diese diverse Symbole. Diese Symbole haben verschiedene Bedeutung:

Zahlreiche Extras

Mal bringen sie neue Energie, höhere Geschwindigkeit, Vernichtungsbomben, Zerstörer, Jäger, Dauerfeuer, Extraleben, Bonuspunkte und Schutzschilde - aber aufgepasst - es gibt hin und wieder auch Totenschädelsymbole, die sich negativ auswirken können!

Gegnerschwemme

Die Gegner im Spiel sind zahlreich (bis zu 95 Monster gleichzeitig), mal klein, mal groß, mal langsam, mal schnell - haben aber alle etwas gemeinsam: Die totale Vernichtung Sagyrs! Also, keine Hemmungen im Spielablauf auf alles zu ballern was sich bemerkbar macht. Dies kann nur dem Punktekonto gut tun.

Hat man einen neuen Level erreicht und möchte dort gern weiterspielen, kann das mit der "Continue"-Option am Ende des Spiels bewerkstelligt werden. Man erhält dann soviele Leben, wie man bei Eintritt ins letzte Level noch hatte. Die erzielten Highscores werden übrigens abgespeichert. Am unteren Bildschirmrand sieht der Spieler immer den aktuellen Punktestand und auch auf einen Blick, wieviel Lebensenergie noch verblieben ist. Das Spiel kann auch jederzeit eingefroren werden, damit man sich die heissgedrückten Finger ein wenig abkühlen kann. Der Schwierigkeitsgrad ist hoch und auch "Ballerspielexperten" werden hier noch auf ihre Kosten kommen.

Ein Tipp

Zum Schluss noch der Hinweis, dass man sich nicht unbedingt mit jedem Monster anlegen muss um erfolgreich zu sein! Mitunter ist es klüger, auch mal geschickt dem Feuer des Gegners auszuweichen. Dies bringt zwar keine neuen Bonuspunkte, aber so kann man schneller ins nächste Level vorrücken. "Wings of Death" ist ein Actionspiel der "Extraklasse" und hat mich voll überzeugen können. Wer also mal wieder auf der Suche nach einer gelungenen Herausforderung ist, der kommt an Thalions "Schwingen des Todes" nicht vorbei!

(uw)

Amiga Joker

Wenn Thalion die "Schwingen des Todes" ausbreitet, ist es an der Zeit, den Sonntags-Joystick auszupacken - es wartet ein Action-Spektakel der Sonderklasse!

Zuerst durften sich mal wieder die ST-Besitzer abreagieren, aber jetzt liegt Marc Rosochas Action-Orgie auch in mundgerechter Form für unsere "Freundin" vor. Der Junge hat ja bereits mit Chambers of Shaolin gezeigt, was er kann, in Wings of Death hat er nun diverse Elemente bekannter Baller-Automaten zu einem wahren Wunder an Spielbarkeit verbraten. Vor allem hat das Game Ähnlichkeit mit Dragon Spirit: Auch hier ballert sich ein Drache durch Fantasy-Landschaften und sammelt haufenweise Extras ein.

Ehe das Feuerwerk beginnt, kann man in einem Menü verschiedene Sound-Modi anwählen (Musik, Musik & FX, nur FX), oder die Highscoretabelle begutachten. Dann geht es auch schon in den ersten Level, wo vertikal über eine Burglandschaft gescrollt wird. Anfänglich ähnelt das eigene Sprite noch mehr einer kleinen Motte, erst mit dem richtigen Extra wächst es sich zum stattlichen Lindwurm aus. Überhaupt müssen die Hinterlassenschaften getöteter Gegner (Kugeln) fleißig aufgesammelt werden, will man eine Überlebenschance haben: Neben Extraleben, Smartbombs, Satelliten, Energieauffrischer und vielem mehr, gibt es noch fünf verschiedene Extrawaffen wie Feueratem, Streuschuss, etc. Diese Bewaffnung kann durch Einsammeln weiterer Kugeln des gleichen Typs noch fünfmal in ihrer Effizienz gesteigert werden. Wichtig dabei: Trotz all der Hektik auf dem Screen muss man immer das richtige Symbol erwischen! Schließlich ist es ärgerlich, wenn man z.B. gerade seine Feuerbälle aufrüstet und dann ein Extra aus der falschen Kategorie aufschnappt - jetzt darf man nämlich wieder ganz von vorne anfangen! Ähnliches gilt für Totenkopf-Symbole; wer eines berührt, ist seine mühsam erworbenen Extras auch schon wieder los...

An der Spielbarkeit gibt es bei Wings of Death nun wirklich nichts auszusetzen, die gegnerischen Formationen sind intelligent aufgebaut und mit der richtigen Bewaffnung und einer Portion Spielpraxis ist jeder der sieben Level zu meistern. Technisch ist vor allem die Masse gegnerischer Sprites beeindruckend, die da völlig ruckfrei über den Screen düst. Der Sound von Jochen Hippel ist auch prima, nur grafisch wäre sicher mehr zu machen gewesen: Die verschiedenen Monster sind ja noch recht hübsch, aber die Hintergründe sehen zum Teil sehr verwaschen aus; die Wüste ist sogar extrem langweilig gestaltet. Baller-Freaks sollten sich davon aber nicht abschrecken lassen, sie finden in Wings of Death das spielerisch ausgereifteste Actiongame der letzten Monate!

Carsten Borgmeier

ST Magazin

Lass krachen, Drachen

Nach einigen Stunden "Wings of Death" sind warme Umschläge und Lockerungsübungen für den Feuerknopfdaumen geradezu unvermeidlich: Herausragende Spielbarkeit, Tempo und haufenweise Extrawaffen prägen Thalions turbulenten Shoot-Out. Hat man endlich seinen Flugdrachen am Zügel, grünen unten harmlos die Wälder und oben ist der Teufel los. Der Spieler ballert unaufhörlich auf wurmförmige, geflügelte oder gepanzerte Untiere, die selbst nicht gerade sparsam mit ihren Geschossen umgehen. Mancher Treffer, der einen Gegner aus der Haut pustet, wird mit Bonussymbolen belohnt. Nützliche Dinge schweben dann über den Screen: Einige geben Extraleben, andere bereichern das Punktekonto oder spendieren einen Schutzschild. Aufgepasst, wer zwischendurch allzu gierig nach einem anderen Symbol schnappt, verliert die gesammelte Schusskraft. Natürlich schwirren auch unerwünschte Symbole umher, z.B. Totenköpfe, die einem die mühsam eingefangenen Extras wieder abnehmen, wenn man nicht schnell genug ausweicht. "Wings of Death" ist ein brillantes Ballerspiel, sowohl technisch als auch spielerisch.

Carsten Borgmeier/ hu

TOS

Nach dem Fantasy-Rollenspiel Dragonflight legt Thalion mit Wings of Death ein exquisites Ballerspiel vor, das mühelos in die Sphären von Action-Klassikern wie Xenon II vorstößt. In den vertikal scrollenden Levels steuert der Joystickschütze statt des üblichen Raumschiffs einen Vogel, der auf Feuerknopfdruck hin in Richtung der zahlreichen Gegner schießt. Mancher Angreifer hinterlässt eine Kapsel, wenn Sie sein Bildschirmleben ausblasen. Durch das Aufsammeln dieser Kapseln kommen Sie zu Bonus-Punkten, mehr Geschwindigkeit, Dauerfeuer, Satelliten, Extra-Energie oder einem zusätzlichen Leben. Gemeinerweise gibt es auch ein Totenkopf-Symbol, das Extras wieder abzieht. Am wichtigsten sind die Extra-Kugeln mit den fünf Waffentypen, die Sie durch wiederholtes Aufsammeln in fünf Stufen ausbauen können.

Soviel Abwechslung bei den Ballermännern bietet bislang kaum ein Computerspiel. Dank guter Spielbarkeit, vorzüglicher Grafik in Spielautomaten-Qualität und erstklassigem Sound (inklusive Musik mit digitalisierten Instrumenten und Sprachausgabe) avanciert Wings of Death zum besten Actionspiel, das in diesem Jahr bislang für den ST erschienen ist.

(hl)

Amiga Magazin

Hätte sich Zauberer Sagyr doch bloß nicht mit der Hexe Xandrilla angelegt. Sie erweist sich nämlich als etwas stärker im Sprücheklopfen und so wird der arme Zauberer in ein geflügeltes Ungeheuer verwandelt. Um die eigene Gestalt wiederzuerlangen, muss er den gefahrvollen Weg durch sieben Level bis in Xandrillas Schloss gehen und die garstige Hexe am Ende besiegen; eine Aufgabe für ausgewachsene Action-Spezialisten. Das schnelle Ballerspiel von Thalion bietet jede Menge Abwechslung: Der Zauberer kann, während er umherfliegt, nicht nur Bonuspunkte oder Extraleben aufsammeln, sondern auch die Gestalt wechseln. Je nach geschnapptem Symbol düst er als Fliege, Fledermaus, Adler, Drache oder Gryphon umher. Jedes Wesen besitzt unterschiedliche Flugeigenschaften und Geschosse. Die Fliege ist zwar der wendigste Flieger, schießt aber am schwächsten. Die Schussstärke einer Wesensform kann dadurch gesteigert werden, dass ein Symbol mehrmals aufgenommen wird. In einem Level, in dem es viele Fliegensymbole gibt, kann man also auch dieses Wesen sehr schlagkräftig machen. Große Pein bedeutet es hingegen für den Spieler, wenn er ein Totenkopfsymbol aufliest. Dann wird nämlich seine Schusskraft wieder auf den Anfangswert zurückgesetzt.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes bestialisch gut, was sich Thalion mit "Wings of Death" zusammenprogrammiert hat. Das brillant gemachte Spiel kann jeden Freund von Joystick-Action begeistern. Grundlage ist die technische Brillanz im Scrolling und die unaufdringliche, abwechslungsreiche Musikuntermalung. Doch "Wings of Death" hat weit mehr als das zu bieten: Das Konzept mit den wechselnden Gestalten und steigerungsfähigen Schussstärken ist genial. Es stellt sich die Frage, welche Figur ist für welchen Level am besten geeignet. Bezüglich der technischen Umsetzung stellt "Wings of Death" meiner Meinung nach das diesbezüglich nicht so brillante Ballerspiel "Xenon 2: Megablast" locker in den Schatten. Jeder, der ein bisschen was auf Action zählt, muss "Wings of Death" in seinem Schrank haben.

Jörg W. Kähler

Amiga DOS

Sagyr, einem mächtigen Magier, ist ein Malheur passiert: Er wurde von seiner größten Feindin Xandrilla in eine Fledermaus verwandelt.

Sagyr will so natürlich nicht bleiben und macht sich auf den Weg, sich zu rächen und seine alte Gestalt wiederzuerlangen. Als Fledermaus ist er natürlich nicht sehr mächtig, aber er hat ja seine Flügel, die, wie er hofft, auf dem Weg zu Xandrilla zu Schwingen werden - zu Schwingen des Todes.

"Wings of Death" aus dem Hause Thalion ist ein vertikal scrollendes Ballerspiel vom Allerfeinsten. Die Grafik findet bei kaum einem anderen Spiel ihresgleichen und der Sound, mit eingestreuter Sprache, ist auch nicht zu verachten. Sagyr muss auf seinem Weg sechs Levels durchqueren, von denen jeder anders geartet ist. Seine Odyssee beginnt in seinem Schloss, führt durch einen Dschungel mit mutierten Pflanzen zu einem tödlichen Sumpf, auf den ein Vulkan und ein Eisgebiet folgen. Danach trennt Sagyr nur noch eine Kristallwelt von Xandrillas Reich. Als Fledermaus kommt man da natürlich nicht weit. Aber Sagyr ist auch keine normale Fledermaus, sondern er kann schießen, wenn auch nicht sehr wirkungsvoll. Manche der verschiedenen Gegner hinterlassen bei ihrem Ableben Zaubersprüche, die Sagyr aufsammeln kann. Mit diesen Sprüchen kann Sagyr sich von der Fledermaus in verschiedene andere Wesen mit anderen Waffen verwandeln. Nimmt er einen Spruch für das gleiche Wesen mehrmals hintereinander auf, so verbessert sich das Waffensystem des Wesens mehr und mehr. Außer diesen Sprüchen gibt es noch andere für Punkte, Geschwindigkeit, Energie sowie zusätzliche Leben und Schilde. Aber es gibt auch einen Spruch, der Punktabzug bewirkt und die Waffe auf die erste Stufe zurücksetzt.

Eines der Wesen ist die Mücke, die nur über einen sehr schwachen Schuss aus kleinen Dreiecken verfügt. Dafür ermöglicht dieser Schuss aber eine sehr hohe Schussfolge. In höheren Stufen spaltet sich der Schuss auf, zuletzt sogar dreifach, wird stärker und spaltet sich erneut, was zweifellos bei entsprechender Schussfolge die mächtigste Waffe ist. Wird man aber abgeschossen oder sammelt einen Totenkopf ein, ist man ziemlich verlassen, da sich die Gegner in höheren Levels nicht mehr so leicht kriegen lassen. Das nächststärkere Wesen ist die Fledermaus, deren Schüsse sich nach einer bestimmten Flugweite zunächst in drei, dann in vier und zuletzt sternförmig aufteilen. Natürlich wird auch dieser Schuss immer stärker. Er hat den Vorteil, dass man sich mit ihm den Rücken freihalten und auch die Seiten erreichen kann. Fliegt man zu weit am oberen Bildschirmrand, sodass die Schüsse den Screen verlassen, bevor sie sich aufspalten, verschwinden sie einfach, was sich als großer Nachteil bei den Level-Wächtern erwiesen hat. Der Adler, König der Lüfte, verfügt über einen Power-Strahl, der permanent vorhanden ist, sich also nicht in einzelne Geschosse aufteilt. In höheren Stufen spaltet er sich auf, fängt an sich zu bewegen, teilt sich weiter auf und wird stärker. Diese Waffe ist zwar mächtig, aber der Adler ist langsam. Der Drache hat von Beginn an einen ziemlich starken Schuss, der sich ähnlich dem der Mücke immer mehr aufteilt und verstärkt, ist aber auch ziemlich langsam, und vor allem bietet er eine große Angriffsfläche. Das letzte Wesen, der sagenhafte Gryphon, eine Mischung aus Adler und Löwe, versprüht Donnerbälle, die kräftig abräumen. In höheren Stufen verzweigt und verwinkelt sich die Bahn der Geschosse, sodass zwar ein großes Feld abgedeckt wird, ein genaues Zielen aber beinahe unmöglich scheint.

Es gibt auch noch zwei weitere Extrawaffen, die sehr hilfreich sind: Den Hunter, der eine gewisse zeitlang selbst zielsuchend Gegner vernichtet, und einen Zerstörer, eine Metallkugel, die mit einem Gummifaden an dem jeweiligen Wesen befestigt ist. Bewegt sich das Wesen ruckartig und versetzt die Kugel in Resonanz, so räumt sie auf ihrer Bahn ein weites Feld ab; fliegt das Wesen ruhig, dreht sich auch die Kugel nur mit einem kleinen Radius.

"Wings of Death" ist ein Spitzen-Ballerspiel, das mit vielen neuen Ideen aufwartet und auch gewiss keinen Frust aufkommen lässt. Man kann nämlich ingesamt fünfmal in dem zuletzt erreichten Level neu starten und der Tod der Figur wirft Sie jeweils nur ein kleines Stück zurück. Nach dem ersten Spieltag erreichten wir bereits unter Einsatz aller Continues die Eiswelt!

(Robert Marz/ mm)

Hit Disk

Thalion Software hat schon mit viel qualitativ hochwertiger Software, wie Warp, The Seven Gates of Jambala, The Chambers of Shaolin, Atomix und Dragonflight auf sich aufmerksam gemacht. Ein neues Spiel dieser Softwarefirma von Marc Rosocha ist Wing of Death. Bei Wings of Death handelt es sich um ein Ballerspiel, wovon es schon viele gibt, jedoch nicht in dieser Qualität. Sie steuern statt einem Raumschiff immer ein "geflügeltes Vieh", das eine Mixtur aus einem Adler, einer Fliege und einem Drachen ist. Das Aussehen des Sprites richtet sich nach den aufgenommenen Extrawaffen. Davon gibt es viele verschiedene, wovon jede nochmals in fünf verschiedenen Stufen ausgebaut werden kann. Die Extrawaffen, Bonuspunkte und andere Extras werden als Kugel nach dem Abschuss einer Bodenstation oder eines Aliens frei. Diese müssen dann eingesamelt werden. Doch Vorsicht vor den Totenköpfen, sie reduzieren die Schusskraft und ziehen manchmal auch noch Energie ab.

Es gibt sieben verschiedene Level, jeder mit einem riesigen Endmonster und verschiedenen Grafiken und Musiken. Da sind wir schon bei der technischen Seite des Spiels. Die Grafiken wurden von Erik Simon sehr gut gezeichnet und Jochen Hippel hat wieder alle seine Register gezogen und super Sound aus dem ST herausgeholt. Das Scrolling des Spiels ist zwar nicht sehr schnell, aber (nahezu) ruckelfrei. Dabei tummeln sich riesige Mengen Sprites auf dem Bildschirm ohne Verlangsamung des Programms. Gut sind auch die Effekte und die Sprachausgabe, mit der jede Extrawaffe benannt wird. Nimmt man einen Totenkopf auf, wird man sogar ausgelacht.

Wings of Death ist ein super Ballerspiel. Soviel Bildschirmaction ging gerade noch in Xenon II ab, doch Wings of Death ist nach unserer Meinung noch besser! Dieses Spiel von Thalion wird man gewiss bald in den vorderen Hitlistplätzen finden. Die ST-User können sich freuen, dass es so ein gutes Ballergame für den Atari ST gibt.

 

 

 

Bericht über "Wings of Death" in Ausgabe 4 des französischen Magazins "RetroGame"

 

Spielbare "Wings of Death" Demo für den Atari ST/E

  (Zum Download Rechtsklick auf die Disk und dann "Speichern unter...")  

Die spielbare Demo war in Frankreich über Minitel auch als Download erhältlich: 3615 » ATARI » Loisiers » Jeux d'arcade » WINGSODH.TOS + WINGSODH.DOC

 

Wings of Death Ultimate Edition

Diese Version kann wahlweise mit unbegrenzter Energie und/ oder unendlich vielen Leben gespielt werden und läuft auf Atari (Mega) ST/E und Falcon 030 mit 4 MB RAM (optional auch von Festplatte). Auf dem Falcon 030 wird für den Sound auf die Tracks der Amiga-Version zurückgegriffen!

Entwickelt von D-Bug unter Verwendung der DSP-Abspielroutine von Cream.


Download

 

Das "Wings of Death"-PC Remake "Blazing Wings" von Christophe Simon liegt derzeit in der Version 1.1.4 vor und bietet neben den sieben Leveln des Originals auch noch einen achten Level.

Ein Testbericht zur Version 0.6.1 und ein Interview mit Chris wurden in der Ausgabe Nr. 39 der französischen Zeitschrift "Amiga Power" im September 2007 veröffentlicht.

Eine Kurzvorstellung wurde in der Ausgabe Nr. 74 der "retro GAMER" in der Rubrik "Homebrew" abgedruckt.